Neurodivergente und autismusfreundliche Stadt Hamburg
Das Projekt verfolgt das Ziel, Hamburg schrittweise zu einer Stadt zu entwickeln, in der neurodivergente Menschen und Menschen im Autismus-Spektrum sicherer, verständlicher, barriereärmer und selbstbestimmter am öffentlichen Leben teilnehmen können.
Projektziel
Hamburg soll in zentralen Lebensbereichen autismussensibler werden: im öffentlichen Nahverkehr, am Flughafen, in Behörden, in Schulen, in öffentlichen Räumen, in Kultur- und Freizeitangeboten sowie bei städtischen Dienstleistungen. Ziel ist keine Sonderbehandlung, sondern echte Zugänglichkeit, klare Informationen, reizärmere Abläufe und mehr Verständnis für unterschiedliche Wahrnehmungs- und Kommunikationsformen.
Öffentlicher Nahverkehr
- klarere Ansagen und Anzeigen
- verständliche Orientierung an Haltestellen und Bahnhöfen
- reizärmere Wartebereiche an stark frequentierten Orten
- Sensibilisierung von Personal bei Hochbahn, S-Bahn und HVV
Flughafen Hamburg
- ruhigere Wartezonen
- Vorabinformationen zu Sicherheitskontrollen und Abläufen
- sensibilisiertes Personal
- barrierearme Orientierung im Terminal
Behörden & Verwaltung
- leichtere Sprache und verständlichere Schreiben
- klare Zuständigkeiten und vorhersehbare Abläufe
- weniger belastende Warte- und Gesprächssituationen
- mehr Wissen über Autismus und unsichtbare Behinderungen
Öffentliche Räume
- reizärmere Orte und Rückzugsmöglichkeiten
- klare Beschilderung
- barrierearme Orientierung
- mehr Verständnis für unterschiedliche Bedürfnisse
Bildung & Schulen
- Sensibilisierung im Schulalltag
- verständliche Strukturen und klare Abläufe
- individuelle Unterstützung statt pauschaler Bewertung
- mehr Wissen über Neurodivergenz bei Fachkräften
Kultur & Freizeit
- sensorikfreundliche Angebote
- Ruhebereiche bei Veranstaltungen
- Vorabinformationen für Besucherinnen und Besucher
- Willkommenskultur statt Ausgrenzung
Was wir erreichen wollen
Vorurteile abbauen und Wissen über Autismus und Neurodivergenz schaffen.
Städtische Abläufe so gestalten, dass sie weniger überfordern.
Barrieren abbauen und Zugang zum öffentlichen Leben verbessern.
Hamburg gemeinsam mit Betroffenen, Politik und Verwaltung weiterentwickeln.
Konkrete Projektbausteine
Bedarfe erfassen
Wir sammeln Erfahrungen autistischer und neurodivergenter Menschen aus Hamburg und werten aus, wo im Alltag die größten Barrieren bestehen.
Politische Gespräche führen
Die Ergebnisse sollen mit Politik, Verwaltung, Verkehrsbetrieben, Flughafen, Behörden, Bildung und Kultur besprochen werden.
Praxisnahe Vorschläge entwickeln
Aus den Rückmeldungen entstehen konkrete Vorschläge für verständlichere Informationen, reizärmere Räume und bessere Teilhabe.
Pilotprojekte anstoßen
Ziel sind erste praktische Modellprojekte in Hamburg, die zeigen, wie autismussensible Stadtentwicklung konkret umgesetzt werden kann.
Hamburg kann autismussensibler werden.
Dafür braucht es Erfahrung aus der Community, politische Bereitschaft und konkrete Umsetzung. Dieses Projekt verbindet diese Ebenen.
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